Grundschule Frankenhardt

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    »Es gehen viele Freunde in ein kleines Haus.«
    Deutsches Sprichwort

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    »Mit Kindern vergehen die Jahre wie im Flug. Doch Augenblicke werden zu Ewigkeiten.«
    Jochen Mariss

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    »Erziehung ist Beispiel und Liebe. Sonst nichts.«
    Friedrich Fröbel

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    »Der beste Weg, einen Freund zu haben, ist der, selbst einer zu sein.«
    Ralph Waldo Emerson

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    »Die wahre Lebensweisheit besteht darin, im Alltäglichen das Wunderbare zu sehen.«
    Pearl S. Buck

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    »Den Kindern das Wort geben.«
    Célestein Freinet

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    »Ein bisschen Freundschaft ist mehr wert, als die Bewunderung der ganzen Welt.«
    Tenzin Gyatso

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    »Der Sinn des Lebens besteht darin, glücklich zu sein.«
    Tenzin Gyatso

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    »Was man lernen muss, um es zu tun, das lernt man, indem man es tut.«
    Aristoteles

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Deutsch

Das Fach Deutsch ist gerade in der Grundschulzeit von besonderer Bedeutung. Das Erlernen von Schreiben und Lesen wird im ersten Schuljahr von Kindern, Eltern und Lehrern schon seit jeher als zentrales Ziel wahrgenommen.

Briefe als Entschuldigung an einen Freund ...
Briefe als Entschuldigung an einen Freund ...
... oder als Bitte an den Klassenlehrer ...
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... oder um zu protestieren!
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Schreiben als Bedürfnis und Leidenschaft
Schreiben als Bedürfnis und Leidenschaft

Aus gutem Grund. Die Schreib- und Leseentwicklung beginnt nicht erst mit dem Schuleintritt, sondern setzt auf natürliche Weise bereits im Kleinkindalter ein. Beispielsweise schreiben Kinder bereits ab dem zweiten Lebensjahr Texte in „Kritzelschrift“ und „lesen“ diese auch vor. Im Gegensatz zur verbreiteten Auffassung von Erwachsenen und der früheren Schuldidaktik, die Lesen als die wichtigste und dem Schreiben vorgeschaltete Kompetenz definieren, begreifen Kinder das Schreiben einer Botschaft als ersten und zentralen Schritt.

Der natürliche Wunsch, sich über das Sprechen hinaus mitzuteilen und auch schriftlich mit anderen zu kommunizieren, sieht zunächst das Schreiben einer Mitteilung vor, das Lesen ist lediglich Werkzeug, um diese Mitteilung zu entschlüsseln. Dass die Motivation und der Ausdruck der kindlichen Identität im Wesentlichen im Schreibprozess selbst liegt, erkennt man auch daran, dass es für die Kinder kein Problem darstellt, dass sie ihren Text nach dem Leseverständnis eines Erwachsenen gar nicht lesen können. Auch die Tatsache, dass derjenige, der die Botschaft erhält, diese nicht lesen kann, hält die Kinder nicht davon ab, zunehmend schriftlich zu kommunizieren. Mit einfachen Worten ausgedrückt: Das Kleinkind findet sich in der Botschaft wieder, nicht im Lesen derselben.

Für die Gestaltung des Deutschunterrichts sind diese Erkenntnisse aus der Schreibentwicklungsforschung von grundlegender Bedeutung. Kinder dürfen und sollen Schrift bereits ab dem ersten Schultag als Mittel der Kommunikation erleben, dessen sie sich auch von Beginn an bedienen dürfen, um sich in Briefen, Geschichten und Texten mitzuteilen und auszudrücken. Das Lesen dieser Verschriftungen erfolgt als zweiter logischer Schritt im Lernprozess und erhält dadurch auf natürliche Weise Sinn. Schreiben- und Lesenlernen sind nach diesem Verständnis zwei nicht voneinander zu trennende Lernprozesse, die sich gegenseitig bedingen und den Bedürfnissen der Kinder nach Kommunikation und Ausdruck ihrer Identität dienen. Kinder erleben Schreiben und Lesen so als für ihr Leben sinnvoll und notwendig, sind in der Folge von sich aus lernmotiviert, was wiederum die zentrale Voraussetzung für Lernerfolg darstellt.

Konkret bedeutet dies, dass Kinder an unserer Schule regelmäßig und verlässlich Gelegenheit haben, in einer vorbereiteten und strukturierten didaktischen Umgebung, gemäß den Vorgaben des Bildungsplans und entsprechend ihrer natürlichen Schreibentwicklung von Beginn an freie und gebundene Texte zu schreiben, zu überarbeiten und zu veröffentlichen. Die Freude am Schreiben, die nachhaltigen Lernfortschritt erst ermöglicht und begünstigt, ist das übergeordnete Ziel. Jedes Kind führt von der ersten Klasse an einen Ordner, in welchem alle Texte vom Entwurf bis zur Endfassung über alle vier Grundschuljahre hinweg gesammelt werden. Die Leistungsbeurteilung von Texten orientiert sich an diesem grundsätzlichen Verständnis, indem sie prozessorientiert angelegt ist und alle Elemente der Textproduktion (Manuskript – Überarbeitung – Endfassung/Veröffentlichung) berücksichtigt.

Auch in den Klassenstufen zwei bis vier steht der Text des Kindes im Mittelpunkt. Die weiteren Kernbereiche des Deutschunterrichts (Rechtschreibung - Sprachbewusstsein entwickeln/Grammatik) sind von grundlegender Bedeutung, um eigene Texte kompetent zu verfassen und fremde Texte kompetent zu erfassen. Aus diesem Grund werden Rechtschreibung und grammatikalische Inhalte primär am eigenen Text gelernt und finden dort ihre Anwendung. Auf diese Weise erfährt ein Kind, dass die Bereiche Rechtschreibung und Grammatik wichtig und sinnvoll sind, weil sie seine Texte lesbar und stilistisch besser machen. Nach diesem Verständnis erhalten diese Lernbereiche für das Kind deshalb Sinn und Bedeutung, weil sie seinem Text dienen.

Untermauert und ergänzt wird dieser Weg durch verbindliche, vom Schreiben unabhängige Lehrgänge, die rechtschriftliche und grammatikalische Phänomene aufeinander aufbauend einführen und regelmäßig üben. Dabei wenden alle zweiten bis vierten Klassen unserer Schule im Bereich Rechtschreiben das Lernen mit der 5-Fächer-Wortkartei und einen damit verbundenen Wortschatz verbindlich an. 

Die Leistungsbeurteilung von Rechtschreibung und Sprache untersuchen berücksichtigt folgende Bereiche:

  • Methodenkompetenz: Bewertet wird die Fähigkeit des Kindes, Methoden anzuwenden bzw. umzusetzen. Werkzeuge sind alle Übungsformen (z.B. Wörterbucharbeit, Partnerdiktat, Schleichdiktat, Wörterkartei, …).
  • Überarbeitungskompetenz: Bewertet wird die Fähigkeit des Kindes, eigene Texte zu überarbeiten (quantitativ und qualitativ).
  • Anwendungskompetenz: Bewertet wird die Fähigkeit des Kindes, die eigene Rechtschreib- und Grammatikfähigkeit in eigenen Texten anzuwenden, d.h., gelernte Wörter auch richtig zu schreiben bzw. grammatikalisches Wissen an realen Situationen anwenden zu können. Werkzeuge hierfür sind eigene und „fremde“ Texte (Diktate bzw. Grammatiktests). Grundsätzlich bilden Diktate nur einen kleinen Teil der Rechtschreibkompetenz ab. Sie sind an unserer Schule immer 2-Phasen-Diktate (1. Phase: Diktat – 2. Phase, direkt im Anschluss: Überarbeitung mit dem Wörterbuch), geübt, differenziert und fehlerspezifisch überarbeitet. Über die genaue didaktische Umsetzung entscheidet der Fachlehrer.

Des Weiteren ist Lesen als aktive kognitive Tätigkeit, um Informationen zu gewinnen oder zur Unterhaltung, ein wichtiger Bereich des Deutschunterrichts. Auch das Sprechen mit seinen Facetten und Spielarten (Gespräche, Rollenspiel, Sprecherziehung, Sprachausdruck, …) hat seinen eigenen Platz.