Grundschule Frankenhardt

Seitenbereiche

Volltextsuche

  • Wechselbild der Grundschule Frankenhardt

    gemeinsam

    »Es gehen viele Freunde in ein kleines Haus.«
    Deutsches Sprichwort

  • Wechselbild der Grundschule Frankenhardt

    leben

    »Mit Kindern vergehen die Jahre wie im Flug. Doch Augenblicke werden zu Ewigkeiten.«
    Jochen Mariss

  • Wechselbild der Grundschule Frankenhardt

    lernen

    »Erziehung ist Beispiel und Liebe. Sonst nichts.«
    Friedrich Fröbel

  • Wechselbild der Grundschule Frankenhardt

    gemeinsam

    »Der beste Weg, einen Freund zu haben, ist der, selbst einer zu sein.«
    Ralph Waldo Emerson

  • Wechselbild der Grundschule Frankenhardt

    leben

    »Die wahre Lebensweisheit besteht darin, im Alltäglichen das Wunderbare zu sehen.«
    Pearl S. Buck

  • Wechselbild der Grundschule Frankenhardt

    lernen

    »Den Kindern das Wort geben.«
    Célestein Freinet

  • Wechselbild der Grundschule Frankenhardt

    gemeinsam

    »Ein bisschen Freundschaft ist mehr wert, als die Bewunderung der ganzen Welt.«
    Tenzin Gyatso

  • Wechselbild der Grundschule Frankenhardt

    leben

    »Der Sinn des Lebens besteht darin, glücklich zu sein.«
    Tenzin Gyatso

  • Wechselbild der Grundschule Frankenhardt

    lernen

    »Was man lernen muss, um es zu tun, das lernt man, indem man es tut.«
    Aristoteles

Seiteninhalt

Warum EVA?

Die dringende Notwendigkeit einer Weiterentwicklung der Lernformen ergibt sich in erster Linie aus einer reflektierten pädagogischen Verantwortung. Jeder Mensch weiß aus eigener Erfahrung, dass Dinge, die ihm Freude bereiten, die er greifen, fühlen und erleben kann, bei denen er erfolgreich ist und sich selbst als akzeptiert und wichtig erfährt, ihn stärker und tiefer prägen und dementsprechend länger, oftmals für immer im Gedächtnis bleiben.

Kinder wollen eigenveratnwortlich lernen
Kinder wollen eigenveratnwortlich lernen

Jeder Mensch kennt auch die Erfahrung, dass Dinge ohne diese Eigenschaften als unwichtig erlebt und dementsprechend schnell vergessen werden. „Der Mensch ist lernfähig, aber unbelehrbar“ ist eine Erkenntnis, die schon frühe Pädagogen wie Jean-Jacques Rousseau im 18. Jahrhundert und in den folgenden Jahrhunderten zahlreiche Reformpädagogen gewonnen haben, ohne dies wissenschaftlich belegen zu können. Letzteres ist unter anderem der Grund dafür, dass die konkrete Umsetzung dieser Überzeugungen im staatlichen Schulsystem bis heute nur in Ansätzen stattfindet. Aktuelle wissenschaftliche Untersuchungen (z.B. Istance & Benavides 2010: The Nature of Learning: Using Research to Inspire Practice. Paris: OECD) aus Hirnforschung, Lernpsychologie und anderen wissenschaftlichen Fachrichtungen bestätigen nun all das, was man im Grunde schon seit Jahrhunderten weiß. Demnach braucht gelingendes Lernen …

  • Motivation 
    Kinder sind motiviert, wenn sie positive Gefühle mit ihrem Lernen verbinden: „Ich bin gut.“ „Ich kann das.“ „Wenn ich mich anstrenge, kann ich mich verbessern.“ „Ich fühle mich wohl.“ „Ich bin wichtig.“ „Ich kann das ganz allein schaffen.“ „Ich bin akzeptiert.“ „Der Lehrer vertraut mir.“ „Ich fühle mich sicher.“ „Ich kann zeigen, was ich kann.“ „Ich darf Fehler machen.“ „Das interessiert mich.“
  • Eigenverantwortung
    Kinder fühlen sich für ihren Lernprozess selbst verantwortlich. Dies gelingt, wenn sie eigenverantwortlich Entscheidungen bezüglich Lernpartner, Lernort, Reihenfolge, Geschwindigkeit, Bearbeitungszeit, Inhalt u.a. treffen dürfen.
  • Vertrauen
    Das Vertrauen der Lehrer und Eltern in die Kompetenzen der Kinder bildet die Voraussetzung für Eigenverantwortung und Motivation.
  • Kooperation
    Kinder, die auch zusammen mit anderen Kindern lernen, lernen effektiver.
  • Balance
    Eine Lernumgebung, die die Balance zwischen lehrergeleitetem, kooperativem und individuellem Lernen sucht, begünstigt nachhaltiges Lernen.
  • Individuelle Herausforderungen
    Gelingendes Lernen braucht Lerninhalte, die das Kind noch nicht kann, aber durch Lernen als nächsten Schritt in seiner Entwicklung begreifen kann. Dies setzt Lerninhalte voraus, die an die Fähigkeiten und Defizite des einzelnen Kindes angepasst sind.
  • Bedürfnisorientierung
    Jedes Kind lebt in seiner ganz eigenen Lebenswelt mit individuellen Bedürfnissen, Interessen und Lebensbedingungen. Die Verknüpfung  von Lernprozessen und individueller Lebenswelt eines Kindes begünstigt nachhaltiges Lernen.
  • Wertschätzung und Sensibilität
    Wenn LehrerInnen und Eltern Kinder auf pädagogisch sensible Weise mit ihrer Individualität, d.h. auch mit deren individuellen Stärken und Schwächen akzeptieren und wertschätzen, schaffen sie eine Lernumgebung, die nachhaltiges und effektives Lernen begünstigt.
  • Individuelle und kriteriale Bezugsnorm
    Wenn Kinder an Kriterien gemessen bzw. beurteilt werden, die sie kennen und die sie als sinnvoll erachten, dann erhält eine Leistungsrückmeldung entwicklungsfördernden Charakter. Dergleichen ist ein Vergleich des Kindes mit sich selbst stets förderlich für nachhaltiges Lernen. Demgegenüber steht der Vergleich mit anderen Kindern anhand einer Note oder dadurch, dass alle Kinder zur gleichen Zeit das gleiche lernen, als hinderlicher Faktor für nachhaltiges Lernen.  
Schule als Lernraum für sich ...
Schule als Lernraum für sich ...
... oder gemeinsam
... oder gemeinsam

Mit der in unserem Leitbild angestrebten Balance zwischen lehrergeleitetem und eigenverantwortlichem Lernen, beides gebettet in eine vorbereitete Lernumgebung, möchten wir die individuellen Fördermöglichkeiten für die Kinder weiterentwickeln und ihrer Einmaligkeit zunehmend gerecht werden. Neben Fach- und Klassenlehrerstunden, die der Einführung, Festigung und gemeinsamen Begegnung mit Lerninhalten dienen, gibt es täglich Raum für eigenverantwortliches Arbeiten (EVA). Dieser in der Durchführung an unserer Schule verbindliche Unterrichtsblock berücksichtigt in Umfang, Niveau und didaktischer Ausgestaltung das Alter und den Entwicklungsstand der Kinder. Die Kinder arbeiten in dieser Zeit an vorgegeben Lernplänen und haben die Möglichkeit, Arbeitsgeschwindigkeit, Bearbeitungszeit, Lernort, Lernpartner, die Reihenfolge der Inhalte und nach Vollendung des Lernplanes auch die Inhalte selbst zu bestimmen. Aktivitätsräume wie Bücherei, Computerraum und Lernräume binden sie aktiv in ihr Lernen ein.

Das Schulhaus wird in dieser Zeit zu einem gemeinsamen Lernraum. Die Kinder planen über die Schuljahre hinweg zunehmend eigenverantwortlich, wann sie was, wie lange, mit wem, wie und wo arbeiten. Neben der Förderung von zentralen Kompetenzen wie Selbstständigkeit, Selbstverantwortung, Selbstorganisation, Zeitmanagement, Rücksichtnahme, Kooperationsfähigkeit u.v.a., bildet EVA den organisatorischen Rahmen, um Kinder individuell, das heißt nach ihren Fähigkeiten und Bedürfnissen, zu fördern. Dies kann auch durch Lernpläne geschehen, die individuell auf das einzelne Kind zugeschnitten sind. Der Tatsache, dass Kinder in ihren Voraussetzungen, Interessen und Fähigkeiten unterschiedlich sind und zunehmend unterschiedlich werden, kann auf diese Weise Rechnung getragen werden. Kinder haben zudem das Recht, jenseits von Konkurrenzdenken und dem unmittelbaren Vergleich mit anderen zu lernen. Dies ermöglicht ihnen natürliches, motivierendes Lernen an der Sache, Erfolgserlebnisse und damit Lernfreude als Grundlage für effektives Lernen. Nichts ist erfolgreicher als der Erfolg!